Faszientraining & Stretching

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Faszientraining & Streching

Was sind Faszien?

Faszien – auch Bindegewebe genannt – sind wie ein Gummiband. Sie geben nach und halten zugleich. Das Gewebenetzwerk zieht sich durch und um unseren Körper. Faszien umhüllen, verbinden und stabilisieren. Durch die Dehnspannung halten sie uns aufrecht. Sie sind für unsere Körperhaltung verantwortlich. Faszien sind mit den Muskeln in einer Symbiose verbunden und an jeder Muskelbewegung beteiligt. Sie machen uns leistungsfähig. Für die Kraftentfaltung im menschlichen Körper sind die Faszien und Muskeln entscheidend. Durch Verklebungen und Verhärtungen der Faszien ist die Kraftübertragung eingeschränkt.
Je elastischer die Faszien im Körper sind, desto mehr Kraft kann erzeugt und übertragen werden.
Die elastische Spannkraft ermöglicht es uns, dass wir springen, hüpfen, werfen und schießen können. Zum Anderen lässt sie federnde als auch geschmeidige Bewegungen zu. Da Faszien Energie speichern und erzeugen, geben sie Kraft und Schnelligkeit weiter. Das Gewebe dient als wichtiger körpereigener Wasserspeicher. Faszien sind das umfassendste Sinnesorgan des Menschen und unsere körpereigene Verletzungs- und Stützprophylaxe.

Sie sind bei mangelnder Elastizität verantwortlich für Bewegungseinschränkungen.
Faszien sind verformbar, können sich verändern und unsere Haltung dadurch verbessern.
Einseitige oder mangelnde Bewegung kann dazu führen, dass das Bindegewebe verfilzt, verhärtet und das Netzwerk verdickt. Darauf reagieren die Nervenzellen in den Faszien. Sie melden Schmerzen. Die Gewebehülle kann aber auch wie ein Stoßdämpfer Entzündungen verhindern, wenn ihre Spannkraft stimmt.

Viel häufiger als Muskeln sind Faszien Auslöser für Schmerzen durch Dysbalancen, schlechte Bewegungsmuster und Kompensationshaltungen. Stehen unsere Faszien unter Spannung, fühlen wir uns gestresst und finden keine innere Ruhe.
Auch die Lymphflüssigkeit, die wichtige Nährstoffe zu den Zellen bringt und Abbauprodukte abtransportiert, kann man durch regelmäßiges Faszientraining positiv beeinflussen.
Jede Muskelbewegung ist gleichzeitig eine Faszienbewegung, die den Fluss der Lymphe unterstützt. Ein zu hoher Muskeltonus – also eine hohe Grundspannung in der Muskulatur – kann jedoch dazu führen, dass es zu einem Stau der Lymphe kommt und die Faszien miteinander verkleben.

Faszien verbessern das Immunsystem, da sie Zellen beherbergen, die Krankheitserreger umfließen, einschließen und verdauen. Sie sind ein Teil des Stoffwechsels, durch den Austausch von Nähr- und Abfallstoffen mit Arterien und Lymphgefäßen übernehmen sie eine wichtige Transportfunktion.
Faszien machen widerstandsfähiger, indem sie um die Zelle Barrieren gegen ein Eindringen von Krankheitserregern bilden. Sie beschleunigen die Regeneration durch Zellbauarbeiter, die für Aufbau, Reparaturen und Säuberung der Zellen zuständig sind.

Wie kann ich die Faszien verbessern?

Das Fasziengewebe lässt sich sehr gut trainieren und man kann durch ein Ganzkörperstretching ihre Faszien positiv beeinflussen. Die Faszien und weitere Bindegewebstypen lassen sich reaktiv durch schwingendes und federndes Training mit großen Bewegungsamplituden in Vorspannung trainieren.
Durch das dynamische ausrollen mit Hilfe der Faszienrolle und dem Faszienball entfilzen die Faszienstrukturen. Durch Druck auf neurologische Nahtstellen lassen sich Faszien mobilisieren und sogar inklusive ganzer Muskelschichten dauerhaft verschieben. Zum Schluss können elastische Rückfederungsübungen durchgeführt werden, um die entfilzten Strukturen neu zu ordnen und zu positionieren.

Ziel vom Faszientraining

Die veränderte Lage der Muskeln und des Bindegewebes führt zu mehr Ausgewogenheit im Körper und verändert die Körperhaltung sichtbar. Auf einen selbst wirkt diese Art der Faszienmobilisation sehr befreiend. Man fühlt sich aufrechter, gelöster und beweglicher.

  • Schmerzlinderung
  • Ausgleich von Fehlformungen der Faszien
  • Langfristiger Schutz vor Verletzungen
  • Höhere Belastbarkeit von allen passiven Strukturen wie Knochen, Bändern, Knorpeln und Sehnen
  • Effektivere Muskelarbeit
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • Verbesserung der Beweglichkeit, Bewegungsabläufe, Koordination und Stabilität